Dekontamination von Rettungshunden nach Zugunglück

Improvisierte Dekon-Stelle für Rettungshunde,

Die Dekontamination von Rettungshunden ist etwas, woran ich noch nicht gedacht habe und was mir bisher auch noch nicht untergekommen ist. Aber bei näherer Betrachtung ist es natürlich absolut einleuchtend.

Beim Zugunglück in Riedlingen (Kreis Biberach, Baden-Württemberg) kamen am vergangenen Sonntag drei Menschen ums Leben.

Nach Starkregen kam es zu einem Hangrutsch, durch den zwei Wagen des Zuges entgleisten. 3 Menschen kamen dabei ums Leben, 36 wurden verletzt.

Neben örtlichen und überörtlichen Feuerwehren, dem Rettungsdienst, dem THW und mehreren Rettungshubschraubern waren auch mehrere Rettungshundestaffeln im Einsatz. Unter anderem auch die Rettungshundestaffel der Feuerwehr Ulm.

Ihr Auftrag war es, die Unfallstelle nach der Rettung und Bergung aller Personen auf weitere Verletzte oder Tote zu kontrollieren. Mindestens zehn Hunde waren im Einsatz. Dabei kamen die Tiere mit Betriebsstoffen des Zuges (Diesel und Schmierstoffe) in Kontakt und mussten nach ihrem Einsatz dekontaminiert werden.

Dafür baute der THW-Ortsverband Ehingen zusammen mit den Hundeführer:innen einen improvisierten Dekontaminationsplatz für die Hunde aus Biertischen und einer Plane auf. Zunächst erfolgte eine Dekontamination mit Wasser und Hundeshampoo, bevor zu Hause die Endreinigung erfolgte.

Übrigens: Zum Schutz der Hundepfoten vor Glas und Metall trugen die Hunde schnittfeste Hundeschuhe, die mit Tape am Fuß befestigt wurden.

Die Berichterstattung in der Presse hat auf der Facebook-Seite der Rettungshundestaffel Ulm zu über 2.000 Reaktionen geführt. Die waren wohl sehr überrascht über das große Medienecho.

Quellen und Links

Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung der Rettungshundestaffel Ulm / THW Ehingen

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